Wie baut man legales Cannabis an?

Es ist beschlossen. Nach einer langen umfangreichen Diskussion zur Cannabis-Legalisierung, hat die Regierung mit 407 Stimmen für das Gesetz gestimmt.

Ab dem 1. April ist der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis zum Eigenkonsum legal. Gute Nachrichten gibt es auch im Bereich Privatgarten: Denn ab dem Frühling dürfen alle Hobbygärtner und passionierte Amateure legal ihren grünen Daumen unter Beweis stellen und ​​in die leidenschaftliche Welt des Cannabis Indoor Anbaus einsteigen.

Aber aufgepasst. In einer bürokratischen Welt, gibt es immer noch das Kleingedruckte, was beachtet werden muss. Das 1×1 zum legalen Anbau von Cannabis:

  • Ihr seid mind. 18 Jahre alt.
  • Ihr habt seit mind. 6 Monate euren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hier in Deutschland. 
  • Ihr baut nur bis zu drei Cannabispflanzen gleichzeitig zum Zwecke des Eigenkonsums privat an. Die ganze Menge darüber muss unverzüglich und vollständig vernichtet werden.
  • Ihr dürft pro Person insgesamt 50 g getrocknetes Gras zum Eigenkonsum zu Hause besitzen. 
  • Den Eigenanbau nutzt ihr lediglich nur zum Eigenkonsum und darf nicht an Dritte weitergegeben werden.
  • Ihr stellt sicher, dass euer Anbau nicht zugänglich für Kinder und Jugendliche ist. Zudem dürfen keine unzumutbaren Belästigungen und Störungen (u.a. Geruchsstörung) für die Nachbarschaft verursacht werden.

Haltet ihr all diese Punkte ein, könnt ihr easy peasy einer Anzeige und/oder Strafverfolgung entkommen und euer Cannabis legal anbauen.

Ist in Berlin der Indoor- oder Outdoor-Anbau von Cannabis besser?

Welche Ausstattung braucht man für Cannabis-Anbau?

Aber was genau benötigt man für einen erfolgreichen Cannabis Indoor Anbau? Keine Panik, wir haben die Antworten. Tipps und Fakten zum Anbau von Cannabispflanzen findet ihr hier.

Beim Indoor-Anbau ist  es wichtig, die in der Natur vorkommenden Umweltbedingungen zu simulieren, wenn nicht sogar zu verbessern, um Cannabis anzubauen. Um dies zu erreichen, muss das natürliche Sonnenlicht mit künstlicher Beleuchtung ersetzt werden. Die Luftströme müssen wiederum mit Hilfe von Extraktoren, Ventilatoren oder Ähnlichem erzeugt werden. 

Entscheidet vorab, ob ihr ein Growzelt oder einen ganzen Raum verwenden wollt. Sicherlich muss man erwähnen, dass ein Zelt den gesamten Prozess vereinfacht, vor allem wenn man das zum ersten Mal macht. Mit einem Growzelt kann man die ideale Umgebung (Mikroklima) für die Pflanzen schaffen und sie sind isoliert vom Rest des Hauses oder des Raumes. Licht- und Dunkel-Perioden sind leicht eingestellt, sowie das Lüften und die Lufterneuerung. Es lohnt sich, hier in die genauere Recherche zu gehen, da es verschiedene Arten von Growzelten gibt, für alle Arten von Bedürfnissen. Kleine Growzelte mit energiesparender Beleuchtung oder LED Panele, bis hin zu großen Growzelten, die für anspruchsvollere Bedürfnisse entwickelt wurden. Lasst euch gerne von einem unserer vielen Grow-Expert:innen auf der Mary Jane Berlin am 14. – 16. Juni 2024 beraten! Tickets findet ihr hier auf unserer Website: https://maryjane-berlin.com

Wichtig ist natürlich auch die Indoor Beleuchtung, bei der man nicht sparen sollte – vor allem wie das Licht reflektiert wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, das richtige reflektierende Material zu wählen. Die Entfernung und die Stärke der Sonne sorgen dafür, dass das Licht die Ober- und Unterseite der Pflanze in einem ausgewogenen Verhältnis erreicht. Dieser Effekt ist logischerweise bei der Indoor Aufzucht deutlich geringer. Wie sorgt man also dafür? Um dies zu kompensieren, müssen die Wände mit reflektierendem Kunststoff ausgekleidet werden. Die Reflexion der Wände eines guten Growzeltes macht die Beleuchtung effizienter und effektiver, was zu einer hohen Qualität und größeren Erträgen führt, wenn ihr eure Ernte einholt. Allein aus diesem Grund, sind Growzelte etwas einfacher und entspannter. Falls ihr aber sehr ambitionierte Grower seid und einen ganzen Raum füllen möchtet, könnt ihr mit geeigneten Folien eure Wände abdecken.

Ein unverzichtbares Beleuchtungszubehör sind sogenannte Vorschaltgeräte. Sie sind dafür zuständig, die Stromzufuhr stabil zu halten und schränken die Intensität eurer Anbaulampen ein. 

Die richtige Ausstattung bringt jedoch nicht viel Pott, wenn euch noch die nötigen Samen und Stecklinge fehlen. Bislang war der Kauf beziehungsweise der Besitz von keimfähigen Cannabis-Seeds in vielen EU-Ländern erlaubt, da diese für sich genommen keinen nennenswerten THC-Anteil enthalten. Deutschland ist das einzige Land der EU, in dem der Besitz keimfähiger Cannabis-Samen bislang noch nicht legal war. Das wird sich aber nun auch ab April ändern.

Ich möchte lieber nur in meinem Garten Cannabis anbauen, geht das auch?

Viele sprechen auch vom Outdoor Anbau. Ist das nun besser als der Indoor-Anbau? Wir sollten zunächst beachten, dass die Unterschiede dennoch nicht immer so offensichtlich sind, wie man vielleicht denkt. Dabei sind viele verschiedene Variablen zu berücksichtigen. Zum Beispiel wird ein Indoor-Grower, der 500W-Lampen und erstklassigen Bio-Dünger verwendet, andere Ergebnisse erzielen als jemand, der eine Schreibtischlampe mit geringer Leistung und überhaupt keinen Dünger verwendet. Wie sieht das speziell in Berlin aus? Ist im Großstadtjungel der Indoor- oder Outdoor-Anbau von Cannabis besser? Klar ist, ein Anbauer in Südspanien mit einem automatisierten Bewässerungssystem wird wahrscheinlich bessere Blüten produzieren als ein Anbauer im Hinterhof Neuköllns. Daher empfehlen wir zur Indoor-Variante.

Wo kann ich Cannabis-Samen und Stecklinge kaufen?

Wo kann ich aber nun Hanfsamen kaufen und was kosten sie? 

Cannabissamen dürfen aus EU-Mitgliedsstaaten zum Zwecke des privaten Eigenanbaus eingeführt werden, heißt es. Ein Erwerb über das Internet oder per Fernabsatz und der Versand nach Deutschland ist zulässig. Zudem dürfen bis zu sieben Cannabissamen oder fünf Stecklinge pro Monat von Anbauvereinigungen an volljährige Nicht-Mitglieder zum Zweck des privaten Eigenanbaus weitergegeben werden. Beachten ist jedoch, dass diese Cannabissamen und Stecklinge beim gemeinschaftlichen Eigenanbau entstanden sind. Bei einer gemischten Weitergabe von Samen und Stecklingen dürfen insgesamt maximal 5 Samen und Stecklinge abgegeben werden. Nicht-Mitglieder haben in diesem Fall der Anbauvereinigung die für die Herstellung der weitergegebenen Cannabissamen oder Stecklinge entstandenen Selbstkosten zu erstatten.

Grundsätzlich empfehlen wir die allgemein bekannten Seedbanks, wie Sensi Seeds, den Weed Seed Shop oder High Supplies. Diese Seedbanks liefern seit Jahren hochwertige Samen, wodurch sie sich am Markt etabliert haben. Handelt es sich um keimfähige, feminisierte Samen, die als Drogen-Hanf angebaut werden, kostet ein Samen rund sechs Euro. Geschälte Hanf-Samen aus dem Reformhaus sind wesentlich günstiger und kosten nur wenige Euro pro Kilo.

Wartet nicht zu lange, der Termin Anfang April ist gerade noch rechtzeitig für eine Aussaat bis spätestens Mitte Mai. Also, Ärmel hochkrempeln und los gehts!

Alles zum Anbau auf der Cannabismesse
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